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Ratgeber Auslandsimmobilien 2026

Auslandsimmobilien kaufen: der Ratgeber für Schweizer Käufer

Von Spanien bis Kroatien: Wer eine Immobilie im Ausland kaufen will, muss Finanzierung, Nebenkosten, Steuern und rechtliche Fallstricke kennen. Dieser Ratgeber führt Sie strukturiert durch alle Schritte – und zeigt am Ende, wann sich ein rechtssicherer Neubau in der Schweiz mehr lohnt.

Auslandsimmobilien kaufen – das Wichtigste kompakt

5 beliebte Zielländer

Spanien, Portugal, Italien, Kroatien und Österreich führen die Nachfrage von Schweizer Käufern an.

30–50 % Eigenmittel

Lokale Banken verlangen von Ausländern deutlich mehr Eigenmittel als in der Schweiz üblich.

+10–15 % Nebenkosten

Kaufnebenkosten liegen im Ausland oft höher als bei einem Kauf in der Schweiz – vorab einplanen.

Eigener Anwalt Pflicht

Unabhängige, ortskundige Rechtsberatung schützt vor unklaren Eigentumsverhältnissen.

Beliebte Länder für Auslandsimmobilien im Überblick

LandKaufnebenkostenFokus & Besonderheit
Spanien10–13 %Mallorca, Costa Blanca & del Sol – hohe Ferienvermietung
Portugal7–10 %Algarve & Lissabon – gutes Klima, wachsende Nachfrage
Italien9–16 %Gardasee, Toskana, Südtirol – je nach Käuferstatus stark variabel
Kroatienca. 6–8 %Istrien & Dalmatien – Küstenlage, EU-Rechtsrahmen
Österreichca. 10 %Alpenraum – rechtssicher, aber teils Zweitwohnsitzbeschränkungen

Richtwerte 2026, je nach Region und Käuferstatus abweichend. Ohne Gewähr – verbindliche Angaben liefert die örtliche Rechts- und Steuerberatung.

Finanzierung aus der Schweiz: drei realistische Wege

Der wohl kniffligste Teil beim Kauf einer Auslandsimmobilie ist die Finanzierung. Schweizer Banken vergeben Hypotheken für Immobilien im Ausland nur selten direkt, weil sie im Zielland keine belastbare Sicherheit im Grundbuch eintragen können. In der Praxis haben sich drei Wege etabliert. Erstens die Finanzierung über eine Bank im Zielland: Sie kennt den Markt, verlangt von Ausländern allerdings häufig 30 bis 50 Prozent Eigenmittel und höhere Zinsen. Zweitens eine international tätige Bank, die grenzüberschreitend arbeitet. Und drittens – ein häufig gewählter Weg – eine Aufstockung der Hypothek auf Schweizer Eigenmittel, besichert durch eine vorhandene Liegenschaft in der Schweiz. So sichern Sie sich Schweizer Konditionen und bleiben von einer ausländischen Bank unabhängig.

Achten Sie beim Kauf in der Eurozone – oder in Grossbritannien und Skandinavien – stets auf das Währungsrisiko zwischen CHF und der Fremdwährung: Ein ungünstiger Wechselkurs kann Ihre Kalkulation über die Laufzeit spürbar verändern. Prüfen Sie ausserdem, ob im Zielland Sondersteuern oder Restriktionen für ausländische Käufer gelten.

Nebenkosten und laufende Kosten realistisch kalkulieren

Die Kaufnebenkosten fallen im Ausland oft höher aus als bei einem Kauf in der Schweiz. In Spanien summieren sich Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Anwalt auf rund 10 bis 13 Prozent, in Italien je nach Käuferstatus auf 9 bis 16 Prozent, in Portugal auf etwa 7 bis 10 Prozent des Kaufpreises. Rechnen Sie deshalb pauschal 10 bis 15 Prozent Puffer über den reinen Kaufpreis hinaus ein. Hinzu kommen laufende Kosten: örtliche Liegenschaftssteuer, Gebäude- und Haftpflichtversicherung, Verwaltung, Unterhalt und – bei einer Ferienvermietung – Reinigung und Objektbetreuung.

Steuern: Doppelbesteuerungsabkommen und Satzbestimmung

Miet- und Verkaufserträge einer Auslandsimmobilie werden grundsätzlich im Land der Immobilie besteuert. Die Schweiz berücksichtigt ausländisches Grundeigentum über die Doppelbesteuerungsabkommen in der Regel nur satzbestimmend. Das bedeutet: Wert und Erträge im Ausland werden hier nicht direkt besteuert, erhöhen aber Ihren persönlichen Steuersatz auf das übrige Einkommen und Vermögen. Wie genau Ihre Konstellation behandelt wird, hängt vom jeweiligen Abkommen ab. Einen Überblick zu geltenden Abkommen veröffentlicht die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV). Beauftragen Sie in jedem Fall eine auf internationales Steuerrecht spezialisierte Beratung.

Risiken erkennen und absichern

Fremde Rechtssysteme, Sprachbarrieren und undurchsichtige Eigentumsverhältnisse sind die grössten Gefahren beim Immobilienkauf im Ausland. Immer wieder tauchen Schwarzbauten ohne gültige Baubewilligung oder Grundstücke mit ungeklärten Lasten auf. Beauftragen Sie deshalb konsequent eine unabhängige, ortskundige Anwältin – niemals die der Verkäuferschaft –, lassen Sie das Grundbuch und alle Bewilligungen prüfen und unterschreiben Sie keinen Vorvertrag ohne rechtliche Freigabe. Das EDA veröffentlicht zu vielen Ländern zudem Länderinformationen, die einen ersten Überblick zu rechtlichen Rahmenbedingungen geben.

Alternative: rechtssicher in der Schweiz bauen

Wer die Sonne im Süden sucht, träumt oft von der Auslandsimmobilie – unterschätzt aber die rechtlichen, steuerlichen und sprachlichen Hürden. Für viele Anlegerinnen ist ein Neubau in der Schweiz die risikoärmere Wahl: rechtssicher, gut finanzierbar, exakt planbar und in CHF ohne Wechselkursrisiko. Ein winterfestes Ferienhaus als Kapitalanlage in einer Schweizer Alpen- oder Seeregion bietet stabile Nachfrage bei kalkulierbarem Aufwand. Wer die vollständige Kontrolle über Grundriss und Energiestandard schätzt, findet mit einem Holzhaus oder einem klassischen Fertighaus eine attraktive Alternative zur Auslandsimmobilie.

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Häufige Fragen zum Kauf von Auslandsimmobilien

Antworten rund um Länderwahl, Finanzierung aus der Schweiz, Nebenkosten, Steuern und Risiken beim Immobilienkauf im Ausland 2026.

In welchen Ländern kaufen Schweizer 2026 am häufigsten Immobilien?
Die beliebtesten Zielländer von Käuferinnen und Käufern aus der Schweiz sind seit Jahren Spanien (vor allem Mallorca, Costa Blanca, Costa del Sol), Italien, Frankreich, Kroatien und zunehmend Portugal. Auch Österreich und Griechenland folgen. Ausschlaggebend sind Klima, Erreichbarkeit per Direktflug oder Auto, ein funktionierender Rechtsrahmen und eine solide Nachfrage bei einer späteren Vermietung oder einem Wiederverkauf.
Wie finanziere ich eine Auslandsimmobilie von der Schweiz aus?
Es gibt drei Wege: eine Bank im Zielland, eine international tätige Bank oder eine Finanzierung über Schweizer Eigenmittel, oft besichert durch eine bestehende Liegenschaft in der Schweiz. Schweizer Banken finanzieren Auslandsimmobilien nur selten direkt, weil sie im Ausland keine Sicherheit im Grundbuch eintragen können. Lokale Banken verlangen von Ausländern häufig 30 bis 50 Prozent Eigenmittel und höhere Zinsen. Kalkulieren Sie zudem das Wechselkursrisiko zwischen CHF und Euro ein.
Welche Nebenkosten fallen beim Kauf einer Auslandsimmobilie an?
Die Kaufnebenkosten liegen im Ausland oft deutlich höher als bei einem Kauf in der Schweiz. In Spanien summieren sich Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Anwalt auf rund 10 bis 13 Prozent des Kaufpreises, in Italien je nach Konstellation auf 9 bis 16 Prozent, in Portugal auf etwa 7 bis 10 Prozent. Planen Sie daher pauschal 10 bis 15 Prozent zusätzlich zum Kaufpreis ein – plus laufende Kosten wie lokale Liegenschaftssteuer, Verwaltung und Unterhalt.
Muss ich eine Auslandsimmobilie in der Schweiz versteuern?
Miet- und Verkaufserträge werden grundsätzlich im Land der Immobilie besteuert. Die Schweiz berücksichtigt ausländisches Grundeigentum in der Regel satzbestimmend: Der Wert und die Erträge fliessen nicht direkt in die Steuer ein, können aber Ihren Steuersatz auf das übrige Einkommen und Vermögen erhöhen. Die genaue Behandlung hängt vom jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen ab. Ziehen Sie unbedingt eine auf internationales Steuerrecht spezialisierte Fachperson hinzu.
Welche Risiken hat der Kauf einer Immobilie im Ausland?
Typische Risiken sind unklare Eigentums- und Grundbuchverhältnisse, Schwarzbauten ohne gültige Baubewilligung, fremde Rechtssysteme, Sprachbarrieren, Wechselkursschwankungen zwischen CHF und Fremdwährung sowie eine schwer einzuschätzende Marktentwicklung. Beauftragen Sie deshalb immer eine unabhängige, ortskundige Anwältin (nicht die der Verkäuferschaft), lassen Sie das Grundbuch prüfen und unterschreiben Sie keinen Vorvertrag ohne rechtliche Prüfung.
Ist eine Auslandsimmobilie oder ein Neubau in der Schweiz sinnvoller?
Das hängt von Ihren Zielen ab. Eine Auslandsimmobilie bietet Sonne und potenziell hohe Ferienvermietungsnachfrage, bringt aber rechtliche, steuerliche und sprachliche Hürden mit. Ein Neubau in der Schweiz ist rechtssicher, gut finanzierbar und lässt sich exakt planen – beachten Sie hier das Zweitwohnungsgesetz. Für viele Anlegerinnen ist ein winterfestes Ferienhaus in der Schweiz die risikoärmere Alternative mit stabiler Nachfrage.
Kann ich eine Auslandsimmobilie über eine Hypothek aus der Schweiz besichern?
Ja, das ist in der Praxis ein häufiger Weg. Wer bereits eine schuldenfreie oder teilweise amortisierte Liegenschaft in der Schweiz besitzt, kann darauf eine Hypothek (Schuldbrief) aufstocken und mit dem Kapital die Auslandsimmobilie finanzieren. Der Vorteil: Schweizer Konditionen und keine Abhängigkeit von einer ausländischen Bank. Nachteile sind, dass Sie Ihre Schweizer Liegenschaft als Sicherheit einsetzen und beim Kauf in Euro ein Wechselkursrisiko tragen.
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