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Hypothek & Finanzierung 2026

Hypothek für den Hauskauf: so finanzieren Sie in der Schweiz

Ob Kauf oder Neubau: In der Schweiz setzt sich die Finanzierung aus Eigenmitteln, erster und zweiter Hypothek zusammen. Wir zeigen Ihnen, wie viel Eigenkapital nötig ist, wie die Tragbarkeit berechnet wird und wie Sie die zweite Hypothek amortisieren.

Die Bausteine der Hausfinanzierung 2026

Eine Schweizer Hausfinanzierung folgt einem festen Muster: Eigenmittel, erste und zweite Hypothek, dazu die Kaufnebenkosten und – beim energieeffizienten Neubau – kantonale Förderbeiträge. Die folgende Übersicht zeigt, woraus sich Ihre Finanzierung zusammensetzt. Die Werte sind Richtwerte; verbindlich rechnet Ihre Bank oder Versicherung.

BausteinHerkunft / ZweckUmfangBedingung
Eigenmittel
Ihr Eigenkapital
Erspartes, Wertschriften, Säule 3a und ggf. Pensionskasse (WEF)mind. 20 % des Kaufpreisesdavon mind. 10 % harte Eigenmittel
1. Hypothek
Grundpfand der Bank
Basisfinanzierung bis zu einem tiefen Belehnungsgradbis 65 % des Verkehrswertskeine Amortisationspflicht
2. Hypothek
Ergänzende Belehnung
Schliesst die Lücke bis zur maximalen Belehnungvon 65 % bis 80 % des VerkehrswertsAmortisation in ca. 15 Jahren oder bis zur Pension
Nebenkosten
Kaufnebenkosten
Handänderungssteuer, Notariat, Grundbuch, Grundpfandca. 2 – 5 % des Kaufpreiseszusätzlich aus Eigenmitteln zu tragen
Förderung
Minergie-Beiträge
Kantonale Förderung für energieeffiziente Neubautenje nach Kanton & StandardGesuch vor Baubeginn, Minergie-Nachweis

Stand 2026, ohne Gewähr. Belehnungsgrenzen, Zinssätze und kantonale Beiträge können sich ändern. Neutrale Informationen rund um Wohneigentum: Hauseigentümerverband Schweiz.

Eigenmittel, erste und zweite Hypothek: die Grundstruktur

In der Schweiz teilt sich der Kaufpreis in drei Blöcke. Mindestens 20 Prozent bringen Sie als Eigenmittel ein – davon wenigstens die Hälfte als «harte» Eigenmittel aus Erspartem, Wertschriften oder der Säule 3a. Die verbleibenden bis zu 80 Prozent finanziert die Bank über die Hypothek. Deren erster Teil, die erste Hypothek, deckt in der Regel bis zu 65 Prozent des Verkehrswerts und muss nicht zurückgezahlt werden. Der zweite Teil, die zweite Hypothek, schliesst die Lücke bis 80 Prozent – er ist teurer und wird planmässig amortisiert.

Neben den Eigenmitteln entscheidet die Tragbarkeit über die Zusage. Die Bank rechnet mit einem kalkulatorischen Zins von rund 5 Prozent, addiert etwa 1 Prozent für Unterhalt und Nebenkosten sowie die Amortisation. Übersteigen diese kalkulatorischen Kosten einen Drittel Ihres Bruttoeinkommens, gilt das Objekt als nicht tragbar – auch wenn die effektive Rate bezahlbar wäre. Rechnen Sie Ihr Vorhaben vorab durch und beachten Sie beim Wohneigentum auch den Eigenmietwert, der als Einkommen versteuert wird.

Amortisation und Zinsmodell wählen

Die zweite Hypothek amortisieren Sie üblicherweise innerhalb von rund 15 Jahren oder bis zur Pensionierung. Bei der direkten Amortisation zahlen Sie die Schuld direkt zurück; bei der indirekten Amortisation fliesst das Geld in die Säule 3a und wird erst am Ende verrechnet – das kann steuerlich vorteilhaft sein. Beim Zinsmodell wählen Sie zwischen einer planbaren Festhypothek und einer flexibleren, an den Geldmarkt gekoppelten SARON-Hypothek; oft lohnt eine Aufteilung in Tranchen.

Kapital aus der Pensionskasse lässt sich über die Wohneigentumsförderung (WEF) einsetzen – als Vorbezug oder Verpfändung, jeweils nur für selbst bewohntes Wohneigentum. Welche Beiträge Ihr Kanton für energieeffizientes Bauen ausrichtet, zeigt unser Ratgeber zu den Förderungen für den Hausbau sowie speziell zur Minergie-Förderung 2026. Passende Programme filtert der Förder-Finder in wenigen Schritten.

Fertighaus mit Festpreis: Vorteil für die Finanzierung

Für Fertighaus-Bauherrschaften ist der verbindliche Festpreis ein echter Pluspunkt: Bausumme und Bauzeit stehen früh fest, was der Bank die Kalkulation und Ihnen die Finanzierungszusage erleichtert. Erreicht das Haus zudem einen Minergie-Standard, kommen kantonale Förderbeiträge und mancherorts günstigere Hypothekenkonditionen infrage. Wer ein förderfähiges Fertighaus mit einer durchdachten Amortisation kombiniert, finanziert sein Eigenheim solider und planbarer als bei einem offenen Baubudget.

Vorteile einer soliden Hypothek

  • Planbare Belastung dank fester oder gemischter Zinsmodelle
  • Erste Hypothek ohne Amortisationspflicht
  • Steuervorteile durch indirekte Amortisation über Säule 3a
  • Auch für den Kauf bestehender Häuser nutzbar
  • Kantonale Förderung bei Minergie-Standard kombinierbar

In 3 Schritten zur Hypothek

  1. 1

    Eigenmittel & Tragbarkeit klären

    Prüfen, wie viel Eigenkapital Sie einbringen können und ob die Tragbarkeit mit dem kalkulatorischen Zins gegeben ist.

  2. 2

    Offerten vergleichen

    Konditionen mehrerer Banken, Versicherungen und Pensionskassen einholen und Zinsmodell sowie Amortisation festlegen.

  3. 3

    Finanzierung abschliessen

    Nach der Zusage werden erste und zweite Hypothek ausbezahlt und die Amortisation vereinbart.

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Häufige Fragen zur Hypothek für den Hauskauf

Antworten zu Eigenmitteln, erster und zweiter Hypothek, Tragbarkeit und Amortisation in der Schweiz.

Wie viel Eigenmittel brauche ich für den Hauskauf in der Schweiz?
In der Regel mindestens 20 Prozent des Kaufpreises. Wichtig ist, dass wenigstens 10 Prozent aus «harten» Eigenmitteln stammen – also Erspartem, Wertschriften oder Säule 3a. Die zweiten 10 Prozent dürfen aus der Pensionskasse kommen, etwa über einen Vorbezug oder eine Verpfändung. Die verbleibenden bis zu 80 Prozent finanzieren Sie über die Hypothek.
Was unterscheidet die erste von der zweiten Hypothek?
Die erste Hypothek deckt üblicherweise bis zu 65 Prozent des Verkehrswerts und muss nicht zwingend zurückgezahlt werden. Die zweite Hypothek schliesst die Lücke bis zu den maximal 80 Prozent Belehnung. Sie ist teurer und muss innerhalb von rund 15 Jahren oder bis zur Pensionierung amortisiert werden – planbar über die direkte oder indirekte Amortisation.
Was bedeutet die Tragbarkeitsrechnung?
Die Bank prüft, ob Sie die Liegenschaft langfristig tragen können. Dazu rechnet sie mit einem kalkulatorischen Zins von rund 5 Prozent, addiert etwa 1 Prozent des Immobilienwerts für Unterhalt und Nebenkosten sowie die Amortisation. Diese kalkulatorischen Kosten sollten höchstens einen Drittel Ihres Bruttoeinkommens ausmachen – sonst gilt das Objekt trotz bezahlbarer Rate als nicht tragbar.
Feste oder variable Hypothek – was ist besser?
Eine Festhypothek sichert Ihnen den Zins über eine feste Laufzeit und schützt vor steigenden Zinsen, ist aber unflexibel. Eine SARON-Hypothek folgt dem Geldmarktzins und ist tendenziell günstiger, schwankt jedoch. Häufig wird eine Aufteilung («Tranchen») gewählt, um Zinsrisiko und Flexibilität auszubalancieren. Welche Variante passt, hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Budget ab.
Kann ich Pensionskassengeld für den Hauskauf einsetzen?
Ja, über die Wohneigentumsförderung (WEF) lässt sich Kapital der zweiten Säule vorbeziehen oder verpfänden – ausschliesslich für selbst bewohntes Wohneigentum. Ein Vorbezug senkt Ihr Altersguthaben und wird gesondert besteuert; eine Verpfändung belässt das Guthaben, verlangt aber eine höhere Belehnung. Prüfen Sie beide Wege sorgfältig.
Welche Nebenkosten fallen beim Hauskauf zusätzlich an?
Neben Kaufpreis und Eigenmitteln kommen je nach Kanton Handänderungssteuer, Notariats- und Grundbuchgebühren sowie allfällige Grundpfandkosten hinzu – zusammen häufig rund 2 bis 5 Prozent des Kaufpreises. Diese Nebenkosten müssen Sie in der Regel zusätzlich aus eigenen Mitteln aufbringen, sie zählen nicht zur belehnbaren Basis.
Welche Unterlagen brauche ich für die Hypothek?
Üblich sind Lohnausweise oder Steuererklärungen der letzten Jahre, ein Auszug der Pensionskasse und der Säule 3a, der Kaufvertragsentwurf sowie Objekt- und Grundbuchunterlagen. Bei Minergie-Bauten hilft die Zertifizierung, allenfalls ergänzt durch den GEAK. Ihre Bank stellt eine konkrete Checkliste zusammen, damit die Finanzierungszusage rechtzeitig vorliegt.
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