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Vermögensvergleich

Mieten oder Kaufen/Bauen?

Vielleicht die wichtigste Geldentscheidung Ihres Lebens – hier rechnen Sie sie durch. Der Rechner zeigt ehrlich, wie sich Ihr Vermögen entwickelt, wenn Sie Wohneigentum kaufen und finanzieren, im Vergleich zum Fall, dass Sie zur Miete wohnen und die Differenz konsequent am Kapitalmarkt anlegen.

Ihre Ausgangslage

CHF 400CHF 3'000
0 %6 %
CHF 150'000CHF 1 Mio.
CHF 0CHF 450’000
10 Jahre40 Jahre
0 %5 %

Vereinfachtes Modell: Die Mietvariante legt Eigenmittel und die monatliche Differenz zur Käuferrate zu 5 % p. a. an. Unterhalt, Steuern samt Eigenmietwert und Amortisationsvarianten bleiben aussen vor.

Vermögen nach 30 Jahren

Kaufen liegt vorn

Vorsprung: CHF 537’138

Kaufen (Liegenschaft − Hypothek)CHF 491’204
Mieten (ETF-Vermögen, 5 % p. a.)CHF-45’934
Break-even-Jahrnach 1 Jahren
Monatsrate beim KaufCHF 900
0 J.2 J.4 J.6 J.8 J.10 J.12 J.14 J.16 J.18 J.20 J.22 J.24 J.26 J.28 J.30 J.-200k0k200k400k600k
  • Kaufen
  • Mieten (ETF)

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Mieten oder Kaufen: warum der Bauchentscheid selten der beste ist

„Miete ist zum Fenster hinausgeworfenes Geld“ – kaum ein Satz fällt beim Thema Wohnen häufiger und wird seltener hinterfragt. In Wahrheit gehört die Frage, ob sich Kaufen oder Mieten stärker lohnt, zu den kniffligsten Rechnungen im Privatleben. Sie hängt an einem guten Dutzend Stellschrauben: am Kaufpreis, an den Eigenmitteln, am Hypothekarzins, an der Amortisation, an der Miethöhe, an der erwarteten Mietsteigerung, an der Wertentwicklung der Liegenschaft – und daran, wie lange Sie überhaupt darin wohnen bleiben. Dieser Rechner nimmt Ihnen das Kopfrechnen ab und macht die Grössenordnung sichtbar, damit Sie mit Zahlen statt aus dem Bauch heraus entscheiden.

Im Zentrum des Vergleichs steht Fairness. Wer kauft, bindet Eigenmittel, zahlt eine Finanzierungsrate und baut über die Jahre Vermögen in Form der Liegenschaft auf – abzüglich der offenen Hypothek. Wer mietet, entrichtet eine Nettomiete, die üblicherweise unter der Käuferrate liegt. Damit der Vergleich ehrlich bleibt, geht das Modell davon aus, dass die Mietvariante diese Differenz nicht verkonsumiert, sondern konsequent anlegt – im Beispiel zu 5 Prozent Rendite pro Jahr, wie sie ein breit gestreutes Aktienportfolio langfristig erzielt hat. Zusätzlich investiert die Mietvariante jene Eigenmittel, die beim Kauf in die Liegenschaft geflossen wären. Erst dadurch wird aus „Mieten gegen Kaufen“ ein echter Vergleich Vermögen gegen Vermögen.

Das Break-even-Jahr: wann sich der Kauf auszahlt

Besonders aussagekräftig ist das Break-even-Jahr. In den ersten Jahren liegt im Modell oft die Mietvariante vorn: Beim Kauf ist viel Kapital gebunden, zu Beginn fliesst fast alles in den Zins, und die Liegenschaft legt erst langsam an Wert zu. Mit jedem Jahr aber sinkt die Hypothek, während der Wert steigt – bis sich die beiden Kurven in der Grafik kreuzen. Genau dieser Schnittpunkt ist das Break-even-Jahr: Ab hier hat sich der Kauf gegenüber Mieten-und-Anlegen ausgezahlt. Verschieben Sie die Regler und Sie sehen, wie stark sich der Punkt bewegt: Ein Prozentpunkt mehr Wertsteigerung oder eine kräftigere Mietsteigerung kann das Break-even um viele Jahre nach vorne holen.

Umgekehrt gilt: Bei sehr hohen Kaufpreisen im Verhältnis zur Vergleichsmiete, geringer Wertsteigerung und kurzem Zeithorizont kann Mieten-und-Anlegen überlegen bleiben – dann gibt es im gewählten Szenario kein Break-even. Das spricht nicht gegen das Eigenheim, sondern für ehrliches Rechnen. Wie sich die Finanzierungsseite im Detail verhält, zeigt der Hypothekenrechner, der Monatsrate, Zinsanteil und Restschuld Jahr für Jahr aufschlüsselt.

Was der Rechner nicht abbildet – und warum das zählt

Jedes Modell vereinfacht, und dieses tut es bewusst, um den Kern der Entscheidung klar zu zeigen. Nicht enthalten sind Rückstellungen für Unterhalt und Erneuerungen, die im Wohneigentum anfallen, ebenso wenig laufende Nebenkosten, der als Einkommen versteuerte Eigenmietwert oder die Handänderungssteuer im Detail. Auf der anderen Seite bildet das Modell auch nicht ab, dass Mieten das Risiko einer Kündigung wegen Eigenbedarf oder unerwartet steigender Mieten trägt. Und den ideellen Wert kann es nicht beziffern: die Sicherheit, im eigenen Haus zu wohnen, die Freiheit, es nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, und die Unabhängigkeit von Entscheiden der Vermieterschaft. Diese Faktoren gehören ebenso in Ihre Abwägung wie die reinen Zahlen.

Nutzen Sie das Ergebnis deshalb als fundierte Orientierung, nicht als abschliessendes Urteil. Wer die aktuellen Rahmenbedingungen und Zinsentwicklungen vertiefen möchte, findet im Ratgeber Baufinanzierung 2026 den kompletten Fahrplan von den Eigenmitteln bis zur Amortisation. Langfristige Daten zur Preisentwicklung von Wohneigentum veröffentlicht das Bundesamt für Statistik.

Häufige Fragen zu Mieten oder Kaufen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Vermögensvergleich zwischen Mieten mit ETF-Anlage und dem Kauf oder Bau von Wohneigentum in der Schweiz 2026.

Wie läuft der Vermögensvergleich zwischen Mieten und Kaufen ab?
Das Tool stellt zwei Lebenswege einander gegenüber. Die kaufende Partei finanziert das Wohneigentum mit Eigenmitteln und einer Hypothek; ihr Vermögen entspricht dem Liegenschaftswert (jährlich um die Wertsteigerung erhöht) abzüglich der noch offenen Hypothek. Die mietende Partei zahlt Nettomiete und legt die monatliche Differenz zur Käuferrate am Kapitalmarkt an – im Modell mit 5 Prozent Rendite pro Jahr. Am Schluss des Betrachtungszeitraums vergleicht der Rechner beide Vermögenspositionen und zeigt, wer besser dasteht.
Was besagt das Break-even-Jahr?
Das Break-even-Jahr markiert den Moment, ab dem das Vermögen der kaufenden Partei jenes der mietenden, in ETF investierenden Partei dauerhaft übertrifft. Anfangs liegt oft die Mietvariante vorn, weil beim Kauf viel Kapital in Nebenkosten und Zinsen gebunden ist, die Liegenschaft erst langsam an Wert zulegt und die Hypothek hoch bleibt. Kreuzen sich die beiden Kurven, hat sich der Kauf gegenüber Mieten-und-Anlegen finanziell ausgezahlt. Bleibt die Kaufkurve dauerhaft darunter, gibt es im gewählten Szenario kein Break-even.
Welche Annahmen liegen dem Rechner zugrunde?
Voreingestellt sind ein Hypothekarzins von 2 Prozent, eine Amortisation von 1 Prozent, eine Mietsteigerung von 1,5 Prozent pro Jahr, eine Wertsteigerung der Liegenschaft von 1,5 Prozent pro Jahr und eine ETF-Rendite von 5 Prozent pro Jahr für die angelegte Differenz. Diese Werte passen Sie über die Eingabefelder an. Unterhalt, Steuern samt Eigenmietwert, Handänderungssteuer und Amortisationsvarianten bildet das vereinfachte Modell nicht ab – es liefert eine Tendenz, keine verbindliche Prognose.
Lohnt sich der Kauf bei Hypothekarzinsen um 2 Prozent noch?
Das hängt stark von Kaufpreis, Eigenmitteln, Mietniveau und Betrachtungszeitraum ab. Als Faustregel gilt: Je länger Sie in der Liegenschaft bleiben, je höher die erwartete Wertsteigerung und je stärker die Mieten anziehen, desto eher rechnet sich der Kauf. Bei sehr hohen Kaufpreisen im Verhältnis zur Vergleichsmiete und kurzem Zeithorizont kann Mieten-und-Anlegen überlegen sein. Der ideelle Wert des Eigenheims – Sicherheit, Gestaltungsfreiheit, kein Risiko von Mietaufschlägen – lässt sich nicht beziffern und gehört dennoch in jede Entscheidung.
Weshalb rechnet das Tool bei der Mietvariante mit einer ETF-Anlage?
Ein fairer Vergleich gelingt nur, wenn die eingesparte Differenz nicht verkonsumiert, sondern investiert wird – sonst stellt man Vermögensaufbau gegen Konsum. Das Modell unterstellt daher, dass die mietende Partei den Betrag, den die kaufende Partei über ihre Rate hinaus aufwendet – samt der gebundenen Eigenmittel –, konsequent zu 5 Prozent pro Jahr am Kapitalmarkt anlegt. Nur so wird der Vergleich zwischen Liegenschafts- und Geldvermögen ehrlich.
Ersetzt der Rechner eine Finanzierungsberatung?
Nein. Der Vergleich bietet eine fundierte Orientierung über die Grössenordnung der Entscheidung. Ihre konkreten Konditionen, die tatsächliche Wertentwicklung in Ihrem Kanton und Ihre persönliche Lebensplanung fliessen erst im individuellen Gespräch ein. Verbinden Sie das Ergebnis mit unserem Hypothekenrechner und mehreren Offerten, bevor Sie sich festlegen.
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